Elektrofahrzeuge genießen in Italien zahlreiche Sonderrechte – besonders beim Parken und bei der Zufahrt in Innenstadtzonen. Um diese Vorteile umzusetzen, gibt es spezielle Verkehrszeichen, Bodenmarkierungen und kommunale Regeln. Die Gestaltung ist dabei nicht immer einheitlich, denn vieles wird auf Ebene der Städte und Regionen geregelt.
In Italien gibt es keine landesweit einheitlichen Verkehrszeichen speziell für Elektroautos – stattdessen kommen Kombinationen aus allgemeinen Park- und Verbotsschildern mit Zusatztafeln zum Einsatz. Besonders relevant sind diese in Zusammenhang mit Ladesäulen und Umweltzonen.

Nur Elektrofahrzeuge beim Laden: Dieses Schild findet man häufig an öffentlichen Ladepunkten. Es bedeutet: Parken ist nur erlaubt, wenn aktiv geladen wird. Wer ein E-Auto abstellt, ohne es anzuschließen, riskiert ein Bußgeld.
In Zonen mit allgemeinem Einfahrtsverbot (z. B. „Zona a Traffico Limitato“, ZTL) ist oft ein Zusatzschild angebracht: “Accesso consentito ai veicoli elettrici” (Zugang erlaubt für Elektrofahrzeuge). Dieses Schild bedeutet aber nicht automatisch freie Fahrt – meist muss das Fahrzeug vorher registriert werden (siehe unten).

Ähnlich dem deutschen Richtzeichen gibt es quadratische blaue Tafeln mit einem stilisierten Auto und Stecker. Diese weisen lediglich auf die Ladeinfrastruktur hin, regeln aber nicht, wer dort parken darf. Auch Verbrenner dürften dort stehen – sofern nicht durch ein Zusatzschild eingeschränkt.
Ladeplätze für Elektrofahrzeuge sind oft grün markiert, mit einem Stecker- oder Ladesäulen-Symbol auf dem Asphalt. Häufig sind daneben auch blaue Linien zu sehen – das bedeutet: Für E-Autos kostenlos, für alle anderen kostenpflichtig.
Tipp: Die konkrete Regelung ergibt sich immer aus der Kombination von Schild und Zusatzzeichen – im Zweifel lieber nachfragen oder die lokale Website checken.
Das Parken mit Elektrofahrzeugen ist in vielen italienischen Städten kostenfrei oder bevorzugt geregelt – insbesondere auf öffentlichen Kurzzeitparkplätzen („strisce blu“) oder an Ladesäulen.
In kleineren Städten oder Ferienregionen gibt es teils zusätzliche Anreize: etwa kostenlose Ladeplätze auf Supermarktparkplätzen, Sonderflächen nahe am Zentrum oder Rabatte in Parkhäusern. Wichtig: Nicht alle Gemeinden regeln das gleich. Vor dem Besuch einer Stadt lohnt sich der Blick auf die offizielle Website oder in die Verkehrsordnung („regolamento ZTL“).
In über 180 Städten gibt es sogenannte ZTLs – Umwelt- und Verkehrsberuhigungszonen, meist im historischen Stadtzentrum. Wer dort einfährt, wird von Kameras erfasst – und ohne Genehmigung droht ein Bußgeld.
Für Elektroautos gelten oft Ausnahmen:
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