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Schnellstart: Deine erste Fahrt mit einem Elektroauto

Bist du noch nie mit einem Elektroauto gefahren? Keine Sorge – es ist einfacher, als du vielleicht denkst. Hier erhältst du einen schnellen Überblick darüber, worauf du achten solltest.

Einsteigen und Anschalten

Die klassische Zündung, wie du sie von Verbrennern kennst, gibt es bei Elektroautos nicht. Viele Modelle aktivieren sich automatisch, sobald du einsteigst und den Fuß auf die Bremse setzt. In manchen Fahrzeugen schaltet der Startknopf lediglich das Infotainmentsystem ein – das Auto ist trotzdem fahrbereit.

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Gangwahl

Vergiss manuelle Gangschaltungen! Elektroautos haben keine mehrstufigen Getriebe, sondern nur verschiedene Fahrmodi. Per Hebel oder Knopf wählst du zwischen vorwärts (D), rückwärts (R) und Parken (P). Den Modus „Neutral“ (N) benötigst du meist nur in der Autowaschanlage.

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Beschleunigung und Bremsen

Elektroautos liefern ihre Leistung sofort und ohne Verzögerung. Das bedeutet schnelles Anfahren, direkte Kraftentfaltung und ein sehr dynamisches Fahrgefühl. Gerade am Anfang kann sich das ungewohnt anfühlen – vor allem, wenn du bisher hauptsächlich Schaltwagen gefahren bist.

One-Pedal-Driving & Rekuperation

Ein zentraler Unterschied beim Fahren ist die Rekuperation: Lässt du das Fahrpedal los, bremst das Auto automatisch und gewinnt dabei Energie zurück. Für viele ist das der größte spürbare Unterschied zum Verbrenner.

Keine Sorge: In den meisten E-Autos kannst du die Stärke der Rekuperation einstellen.

⚠️ Hinweis: Ist die Batterie voll, kann die Rekuperation eingeschränkt sein.

Empfehlung für den Einstieg: Starte mit sanfter Rekuperation.

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Gefühl für Geschwindigkeit entwickeln

Da Elektroautos sehr leise sind, fühlt sich das Tempo oft langsamer an, als es tatsächlich ist – besonders in der Stadt.
Tipp: Behalte anfangs bewusst den Tacho im Blick, bis sich ein neues Geschwindigkeitsgefühl eingestellt hat.

Laden statt Tanken

Der größte Unterschied zum Verbrenner: Du lädst Strom statt zu tanken.
Dort, wo früher der Tankdeckel war, befindet sich beim Elektroauto die Ladebuchse. Ein eigenes Ladekabel solltest du immer im Auto dabeihaben, um an Wallboxen oder langsamen Ladesäulen laden zu können.

Ladearten

Anders als beim Tanken gibt es beim Laden zwei grundlegende Varianten. Das klingt komplizierter, als es ist – merke dir fürs Erste einfach Folgendes:

Viele E-Auto-Fahrer:innen halten sich an die Faustregel: „Steht er, dann lädt er.“ Kurzes Nachladen im Alltag ist oft effizienter als seltenes Vollladen.

Stecker und Kabel

Laden an öffentlichen Ladesäulen

Lade-Apps (z. B. EnBW mobility+, PlugShare, Chargemap) zeigen Standorte, Preise und Verfügbarkeiten. Ladekarten (z. B. Shell Recharge, Maingau, ADAC e-Charge) sind oft praktischer als Einzelabrechnungen. Kontaktlose Zahlung: An modernen Schnellladern mit Kreditkarte möglich.

Nachladen und Verbrauch

Beim E-Auto dreht sich alles um Kilowattstunden (kWh).
Beim Tanken füllt man Liter oder Gallonen in den Tank, beim Laden fließen Kilowattstunden in die Batterie. Diese Einheit kennst du vielleicht schon von deiner Strom- oder Heizkostenabrechnung.

Wo kann ich laden?

Laden an öffentlichen Ladesäulen

Für das Laden unterwegs brauchst du meist zwei Dinge: eine Übersicht über verfügbare Ladesäulen und eine Möglichkeit, den Ladevorgang zu starten.

Ladesäulen aktivieren

Wichtig: Lade-Etikette

Ladesäulen sind inzwischen weit verbreitet, aber nicht immer ausreichend verfügbar. Deshalb hat sich eine Art ungeschriebene Lade-Etikette etabliert:

  1. Blockiere Ladesäulen nicht unnötig.
    Ist dein Auto fertig geladen, parke um und gib den Platz frei.

  2. An Schnellladern möglichst nur bis 80 % laden.
    Von 80 auf 100 % dauert es bei fast allen E-Autos besonders lange. Gerade bei Andrang wird erwartet, dass du die Ladesäule danach freimachst.

Diese Regeln sind Richtlinien, keine Gesetze. Manchmal gibt es gute Gründe, länger zu laden – etwa vor einer langen Weiterfahrt.

Reichweite

Die Reichweite eines Elektroautos hängt stark von Fahrweise und äußeren Bedingungen ab. E-Autos sind sehr effizient – verbrauchen aber genau das, was du gerade anforderst. Dein Fahrstil wirkt sich daher sofort aus.

Routenplanung mit Ladepausen

Auf längeren Strecken ist etwas Planung sinnvoll. Viele E-Autos berechnen Ladepausen automatisch im Navi. Alternativ helfen Apps wie A Better Routeplanner (ABRP) bei der optimalen Planung.

Wie plant man eine Route?

Tipps zur Reichweiten-Optimierung

Fahre moderat: Am effizientesten sind Geschwindigkeiten um 80–100 km/h. Nutze Eco-Modus: Viele Fahrzeuge bieten einen Energiesparmodus. Vorheizen oder Vorkühlen: Nutze die Standklimatisierung, während das Auto noch am Strom hängt.

Wie erhöhe ich die Reichweite meines Elektroautos?

Fazit

Die ersten Kilometer mit einem Elektroauto sind ungewohnt – aber nach kurzer Zeit wirst du die leise, dynamische und effiziente Fahrt nicht mehr missen wollen. Plane deine Ladestopps gut, gewöhne dich an das One-Pedal-Driving, und schon bald wird Elektromobilität zur Routine!

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Wo lädt man eigentlich auf?